Laufen.NRW (Köln)
Das überregionale Online-Magazin im Rheinland
Über 6.500 Beiträge zu allen Themen rund um den Laufsport

DRUCK-VERSION 20.12.2008

 

 
 

Deutsche Läufer bräuchten mehr Chancen für Olympia-Qualifikation
 
Laufen-in-Koeln >> Marathon und Ultraläufe >> Deutschland >> Metro Group Marathon Düsseldorf >> Artikel

09.05.2011 

 

Race-Direktor Jan Winschermann: Deutsche Läufer bräuchten mehr Chancen für Olympia-Qualifikation
 

Mehr Chancen bezüglich der Marathon-Olympiaqualifikation hätte sich Jan Winschermann, der Race-Direktor des METRO GROUP Marathon Düsseldorf, für die deutschen Marathonläufer gewünscht. Winschermann kritisierte den engen Qualifikationszeitraum, der den deutschen Topläufern für die Erfüllung der Norm für die Olympischen Spiele gegeben wird. Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) können sich lediglich bei den Rennen ab September 2011 für London qualifizieren. Der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hatte dagegen generell auch die Frühjahrs-Marathonrennen dieses Jahres als Qualifikationsrennen anerkannt und eine entsprechende Liste von Läufen veröffentlicht. Darunter war auch der METRO GROUP Marathon Düsseldorf am Sonntag.
 
Durch die IAAF-Regelung haben Marathonläufer, die aufgrund der enormen Belastungen normalerweise nicht mehr als zwei Rennen über die 42,195 km pro Jahr laufen können, im Prinzip drei Qualifikationschancen für Olympia: Frühjahr 2011, Herbst 2011 und Frühjahr 2012. Viele nationale Verbände übernehmen die Regelung der IAAF, doch der DLV erkennt das Frühjahr 2011 nicht an und lässt seinen Athleten damit nur noch zwei Chancen statt drei.
 
„Ich verstehe das nicht. Marathonläufer sind doch keine Sprinter, die sich viele Male an der Norm versuchen können“, sagte Jan Winschermann. „Unseren deutschen Marathonläufern bleiben nicht viele Möglichkeiten, zumal das Frühjahr 2012 vielen terminlich schon wieder zu dicht an den Olympischen Spielen liegt. Wer zu diesem Zeitpunkt noch der Norm hinterher rennt, der hat keine große Zeitspanne mehr für die Vorbereitung des Olympia-Starts“, sagte der Race-Direktor des METRO GROUP Marathon Düsseldorf, der die sich abzeichnende Norm von 2:12:00 Stunden für die deutschen Männer als „in Ordnung“ einstuft. „Ich hoffe, sehr, dass wir in London nicht nur mit den Frauen sondern auch mit den Männern am Start sind. Das wäre wichtig für den gesamten deutschen Laufsport.“



__________________________________
Autor und Copyright: rhein-marathon düsseldorf e.V. für Laufen-in-Koeln